Auch für die Fami­lien– und Hei­mat­ge­schichte inter­es­sant

 

Internetportal

Seit 2015 läuft beim Kreis­ar­chiv Calw ein Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekt mit dem Ziel der Prä­sen­ta­tion von Archi­va­lien im Inter­net. Anfang Juli ging das neue Inter­net­por­tal mit fast 100.000 Digi­ta­li­sa­ten an den Start. Das Por­tal kann auch über die Landratsamts-Homepage auf­ge­ru­fen wer­den.

Frei­ge­schal­tet wurde das Por­tal vom Ers­ten Lan­des­be­am­ten Zeno Dan­ner, zu des­sen Dezer­nat die Abtei­lung Schu­len und Kul­tur und damit das Kreis­ar­chiv gehört. Dan­ner zeigte sich begeis­tert von den neuen Recherche-Möglichkeiten. „Das ist prak­tisch der Anker des Krei­ses in die Ver­gan­gen­heit“, meinte er. Kreis­ar­chi­var Frieß geht sogar noch einen Schritt wei­ter: „Wir sto­ßen damit in eine neue Ära vor.“ Bis­her gibt es kaum Archive, die sol­che digi­ta­len Ange­bote machen kön­nen.

Dabei wer­den diese heute von den Nut­zern ver­stärkt gewünscht. Das Kreis­ar­chiv hat dar­auf rea­giert und das neue Inter­net­por­tal ent­wi­ckelt, in dem die Nut­zer nicht nur Doku­mente lesen, son­dern sie auch her­un­ter­la­den und durch­su­chen kön­nen (Voll­text­su­che). Dazu muss man nur in der Such­leiste ein oder meh­rere Such­worte ein­ge­ben, und schon wer­den die Sei­ten ange­zeigt, auf denen die gesuch­ten Begriffe vor­kom­men. Vor­aus­ge­gan­gen war die ent­spre­chende Auf­be­rei­tung der Doku­mente, sie wur­den struk­tu­riert, inhalt­lich geglie­dert und durch­such­bar gemacht mit Hilfe eines Tex­ter­ken­nungs­pro­gramms (OCR).

Einen inhalt­li­chen Schwer­punkt bil­den die in Calw und Nagold erschie­ne­nen Tages­zei­tun­gen (1945 und älter). Wei­ter wer­den Ober­amts­ver­samm­lungs– und Kreis­tags­pro­to­kolle ange­bo­ten, Amts­blät­ter, Adress­bü­cher, orts– und hei­mat­ge­schicht­li­che Lite­ra­tur und Land­kar­ten. Dadurch, dass der Schwer­punkt bei Zei­tun­gen liegt, kommt ein brei­tes Spek­trum an Nut­zern in Frage. „Das Por­tal ist vor allem für Freunde der Hei­mat­ge­schichte und der Fami­li­en­ge­schichte inter­es­sant, aber auch für Nut­zer aus Ver­wal­tung und Wis­sen­schaft“, so Kreis­ar­chi­var Frieß, der die Kon­zep­tion für das Por­tal ent­wi­ckelt hat. Das Por­tal ist über­sicht­lich und leicht zu bedie­nen. Es gibt ver­schie­dene Zugangs­mög­lich­kei­ten, auch eine The­men­su­che. Das älteste ein­ge­scannte Buch ist immer­hin aus dem Jahr 1636, das jüngste aus dem Jahr 1985.

Das Por­tal ist ein wich­ti­ger Bau­stein des Digi­ta­li­sie­rungs­kon­zepts des Land­rats­amts. Den Bür­gern sol­len zuneh­mend digi­tale Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, die sie von zuhause aus nut­zen kön­nen (open data). Der wei­tere Aus­bau des Por­tals ist in Arbeit und in Pla­nung. Es soll schritt­weise erwei­tert wer­den. Unter ande­rem sol­len neue Rubri­ken wie Urkun­den, Gra­fik und Fotos dazu­kom­men. Das Por­tal ist auf­zu­ru­fen unter:

https://digital.kreisarchiv-calw.de

 

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