Sym­po­sium, 17. und 18. Juni 2017 in Bad Teinach-Zavelstein

 

Geschützt und ver­bor­gen durch den Wald haben die Über­reste der mit­tel­al­ter­li­chen Sied­lung Ober­würz­bach mehr als 500 Jahre bis in heu­tige Zeit über­dau­ert“, heißt es in einem Falt­blatt. Mit die­sem lädt die Stadt Bad Teinach-Zavelstein auf 17. und 18. Juni 2017 zu einem Sym­po­sium um die unter­ge­gan­gene Sied­lung ein. Am ers­ten Ver­an­stal­tungs­tag wer­den im Konsul-Niethammer-Kulturzentrum (KoNi) Exper­ten in Vor­trä­gen ihre Erkennt­nisse über das vor rund tau­send Jah­ren ent­stan­dene Sied­lungs­ge­biet vor­tra­gen.

Warum die­ses dort, wo heute Ober­rei­chen­bach, Neu­wei­ler und Bad Teinach-Zavelstein anein­an­der sto­ßen, vor 500 Jah­ren auf­ge­ge­ben wurde, weiß man – zumin­dest bis­her – nicht. Seit 2003 wer­den die For­schun­gen mit­ten im Wald unter Regie der Uni­ver­si­tät Tübin­gen betrie­ben. Die ver­gleichs­weise sehr gute Erhal­tung der Über­reste des Sied­lungs– und Wirt­schafts­be­reichs bie­tet Mög­lich­kei­ten archäo­lo­gi­scher Unter­su­chun­gen, die neue Ein­bli­cke in das Leben und Wirt­schaf­ten im Mit­tel­al­ter und um den Beginn der Neu­zeit erbrin­gen. Damit befasst sich seit 2014 Katja Thode im Zusam­men­hang mit der Erstel­lung ihrer Dok­tor­ar­beit (wir berich­te­ten frü­her).

Noch­mals Besuch der offe­nen Aus­gra­bun­gen mög­lich

oberwuerzbach 35 20151016 2068993744„Wir freuen uns, Ihnen im Rah­men des Sym­po­si­ums die Ergeb­nisse der For­schun­gen der letz­ten Jahre vor­zu­stel­len und Ihnen zusätz­lich noch ein letz­tes Mal die Mög­lich­keit zu einem Besuch der Aus­gra­bungs­stel­len zu bie­ten, bevor diese aus kon­ser­va­to­ri­schen und sicher­heits­tech­ni­schen Grün­den wie­der ver­füllt wer­den“, erläu­tert der Flyer. Nach Begrü­ßung durch Bür­ger­meis­ter Mar­kus Wen­del zum Ver­an­stal­tungs­auf­takt ab 10 Uhr wird Thode im KoNi ins Thema ein­füh­ren.

Der Nord­schwarz­wald als Kul­tur­land­schaft“ heißt der Vor­trag von Folke Dammin­ger vom Lan­des­amt für Denk­mal­pflege. Revier­förs­ter Robert Rol­ler, der Mit­glied des KGV ist, die sys­te­ma­ti­sche For­schung anstieß und wert­volle Vor­ar­beit geleis­tet hat, beschließt den Vor­mit­tag mit dem Thema: „‚Wie alles anfing‘ – Die Wie­der­ent­de­ckung der Wüs­tung Ober­würz­bach“. Das Mit­tag­es­sen lie­fert die „Krone“ aus Alt­bu­lach. Es ist in der Tages­pau­schale von 15 Euro – wie die vor– und nach­mit­täg­li­che Pau­sen­ver­pfle­gung – ein­ge­schlos­sen.

Mit dem Vor­trag, „Mit Kelle, Säge und Gar­ten­schere in die Ver­gan­gen­heit – Die archäo­lo­gi­sche Erfor­schung der Wüs­tung Ober­würz­bach 20032016“, eröff­net Thode den Nach­mit­tag. Chris­tian Haag von der Uni­ver­si­tät Tübin­gen fährt unter dem Titel, „Von Bann­wäl­dern, Wein­stra­ßen und Alten Ker­nen — Eine historisch-geographische Rekon­struk­tion des Auf­baus und der Ent­wick­lung der Sied­lung Ober­würz­bach“, fort. Seine Kol­le­gin Ste­fa­nie Mayer berich­tet über „Die Wüs­tung Ober­würz­bach und ihre Was­ser­ver­sor­gung – ein Rekon­struk­ti­ons­ver­such“.

Die Leute aus dem Wald: Die Wüs­tung Ober­würz­bach und die Besied­lungs­ge­schichte des Mit­tel­al­ters“, lau­tet der Schluss­vor­trag am ers­ten Tag, den der frü­here Aus­gra­bungs­lei­ter und heute beim Römisch-Germanischen Zen­tral­mu­seum Mainz tätige Rai­ner Sch­reg hält. Der zweite, geson­dert buch­bare Tag führt per Bus zu den Aus­gra­bun­gen. Die Fahrt und das von der Dorf­ge­mein­schaft Wald­hu­fen­dorf Schmieh zum Abschluss ser­vierte Mit­tag­es­sen sind in diese Tageskos­ten von eben­falls 15 Euro ein­ge­schlos­sen.

Hans Scha­bert

Aus­künfte und Anmel­dun­gen:

Rück­fra­gen zum Sym­po­sium beant­wor­tet:
Robert Rol­ler (Tele­fon 01752227581);
Anmel­dun­gen nimmt die Tein­acht­al­tou­ris­tik in Bad Tein­ach ent­ge­gen
(Tele­fon: 07053/9205040, EMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spam­bots geschützt! Zur Anzeige muss Java­Script ein­ge­schal­tet sein!).

 

 Der Flyer des Sym­po­si­ums zum Down­load

 

Siehe hierzu auch das KGV Ver­eins­tref­fen Ober­würz­bach im Jahr 2015

 

 

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